Steneck et al: Ursprünge von Sicherheitsstandards

Das Standardwerk zur Diskussion um Grenzwerte hat der US Historiker Prof. Nicholas H. Steneck in dem Buch „The Microwave Debate“ (1984), Hrsg. vom Massachussets Institute of Technology, verfasst.

Vorab hatte er mit einem Autoren-Team in der Zeitschrift Science, 1980 den Artikel „Die Ursprünge der US-amerikanischen Sicherheitsstandards für Mikrowellenstrahlung“ veröffentlicht. Hier wird Ihnen dieses Kerndokument erstmals der in deutscher Übersetzung zur Verfügung gestellt. Verfasst von Zeitzeugen, verdeutlicht es die Probleme der Grenzwertfestlegung und ihre Interessenabhängigkeit.

Übersetzung:
Nicholas H. Steneck et al.: „Die Ursprünge der US-amerikanischen Sicherheitsstandards für Mikrowellenstrahlung“

Deutsche Fassung
Englische Fassung

Bild: Die Kontroverse zwischen Medizin, technikgläubiger Physik und militärischen Interessen in den 60er Jahren
Der Neurowissenschaftler Allen H. Frey entdeckte das Mikrowellenhören (Microwave auditory effect, Frey - Effect, s. Wikipedia ) und wies Auswirkungen von EMF auf die Blut-Hirnschranke nach. Er forderte die Anerkennung nicht-thermischer Effekte. Der Physiker Paul Schwan gilt als Vertreter des thermischen Dogmas und Ur-Vater des heutigen Grenzwertes, den er allerdings nachträglich in Frage stellte. (Abbildung aus Steneck, The Micowave Debate).